Das Auftragsleitsystem wurde ursprünglich für die Firma Bekum (Maschinenbau) entwickelt. Die Zielsetzung dabei war:

  • Bessere Transparenz über die Fertigung
  • Verkürzung der Lieferzeiten
  • Höhere Termintreue

Das System basiert auf einer mobilen Datenerfassung, die barcodegestützt vom innerbetrieblichen Transport durchgeführt wird. Die Reduzierung des Verwaltungsaufwands ist hierbei nur ein sekundärer Zusatzeffekt. Das Papierhandling in der Fertigungssteuerung wird erheblich reduziert.

Die barcodegestützte mobile Erfassung führt zu einer deutlichen Erhöhung von Aktualität und Transparenz im gesamten Fertigungsprozess. Die Verkürzung der Fertigungszeit wird erzielt durch

  • stets aktuelle Transparenz über den kritischen Pfad
  • prioritätengesteuerte Verlagefunktion für den gesamten Arbeitsvorrat
  • Analysefunktion für ungeplante Liegezeiten
  • Kapazitätsplanung und Terminierung
  • integrierte Fehlteilanalyse

Zentraler Alarmmonitor

Für alle Projekte wird der Puffer und Verzug gegenüber dem Liefertermin angezeigt. Über ein Drill-Down werden alle Baustufen und Arbeitsgänge auf dem kritischen Pfad mit jeweils höchster Priorität aufgelistet.

Elektronische Leitfunktionen ersetzen beleggesteuerte Fertigung

Der gesamte Arbeitsvorrat wird für die einzelnen Arbeitsplätze angezeigt. Die Vorlage erfolgt wiederum nach Priorität, Puffer-und-Verzug. Durch die mobile Erfassung mit sofortiger Weiterverarbeitung aktualisiert sich dieses System permanent und führt zu einer deutlichen Verringerung der Übergangszeiten. Ein Gesamtüberblick über die Kostenstelle ist ebenfalls möglich.

Variable mehrschichtige Sichtweisen in dem Arbeitsvorrat gewährleisten Flexibilität und Optimierung
  • Was kann bearbeitet werden?
    Vorausgegangener Arbeitsgang ist fertig, keine Fehlteile
  • Arbeitsgänge mit Gleichteilen
    Existiert z. B. in der Sägerei ein Arbeitsgang mit Sägen eines bestimmten Profils, erfolgt ein Querverweis auf Arbeitsgänge für das gleiche Material. Hierdurch können Transport- und Rüstkosten eingespart werden.
  • Arbeitsbeschaffung: Welche Arbeitsgänge kommen auf den Arbeitsplatz zu?
    Vorangegangene Arbeitsgänge noch nicht ganz fertig – nachfragen, beschleunigen
  • Welches Material fehlt?


Für alle Arbeitsgänge ist jederzeit Transparenz darüber gewähleistet, ob sie auf dem kritischen Pfad liegen und wie hoch die Priorität sowie Puffer-und-Verzug ist.

Integration in das PPS-System

Aus der mobilen Erfassung werden die Rückmeldungen für Materialverbrauch und Arbeitszeit in das PPS-System (COMET) integriert. Die Kapazitätsplanung berücksichtigt mehr Mann- und mehr Maschinenbedienung unterschiedlicher Kapazitätsauslastungen, Kostenstellen (Sonderschichten), unter Einbeziehung bekannter Fehlzeiten wie Urlaub, Krankheit, Fortbildung, etc...