Der Xplorer ist das Framework für die Gestaltung einheitlicher und ansprechender Benutzeroberflächen im Client-/Server-Umfeld. Programmunabhängig kann diese Gestaltung der Bildschirmausgaben und Listen von den Benutzern zur Programmlaufzeit vorgenommen werden. Entwicklungsseitig bedeutet dies eine Reduzierung des Entwicklungsaufwandes und für unsere Kunden hiermit ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Look & Feel ist angelehnt an den Windows Explorer und bietet freie Navigationsmöglichkeit. Programmfunktionen können einfach in die unterschiedlichen Sichten eingebunden werden. Es gibt daher weniger starre Programmabläufe, sondern von den einzelnen Objekten können die relevanten Funktionen aufgerufen werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer analytisch getriebenen Applikation.


Leistungsmerkmale der Benutzeroberfläche

Übersichtlichkeit

Für jedes Objekt können mehrere Sichten zur Verfügung stehen. Prinzipiell unterscheiden wir hierbei in Sichten in Listform und in Detailansichten, die überwiegend formularmäßig gestaltet sind. In den Listen kann durch einfachen Mausklick mehrstufig sortiert werden. Für die aktuelle Sicht ist jederzeit der Navigationspfad und die vorgenommenen Einschränkungen durch die Auswahlkriterien sichtbar.



Navigation

Für die Navigation sind die Objektbeziehungen in einer Baumstruktur (TreeView) sichtbar und verfolgbar. Für die Beziehungen zwischen den Objekten ( z.B. Kunde zu seinen offenen Aufträgen) werden aussagefähige Bezeichnungen hinterlegt. Die Einschränkung von Ergebnismengen wird durch entsprechende Selektion in einem Auswahldialog eingeschränkt.

Bedienungskomfort

Das Handling ist vom Look & Feel an den Windows Explorer angelehnt. Durch Bedienelemente kann das Bildschirmlayout schnell neu aufgeteilt werden (zu- und abschalten von Bildschirmbereichen). Die Ausrichtung der Bedienung am Windows-Standard und die Navigation durch die Applikation über aussagefähige Bezeichnungen reduziert den Einarbeitungsaufwand erheblich.

Weiterverarbeitung

Prinzipiell können die Daten aus der Applikation nach Excel® exportiert werden. Hierbei erfolgt jeweils die Zuordnung von Datensicht zu einer Excelmappe. In diesen Excelmappen wird beim wiederholten Export nur der Datenbereich ausgetauscht. Enthalten die Excelmappen Grafiken, Pivot-Tabellen, Formatierungen und Weiterverarbeitungen, so werden diese automatisch beim nächsten Export aktualisiert.


Administration, Technologie und Implementation

Rechteverwaltung und Setup

Für die einzelnen Sichten auf die Daten können Rechte vergeben werden. Hierüber wird gesteuert, ob ein Anwender die Daten abfragen darf. Darüber hinaus kann dem Anwender ein Design-Recht eingeräumt werden. Er ist dann in der Lage, die Sicht neu zu gestalten, zu verändern oder eine neue Sicht hinzuzufügen. Die Rechteverwaltung ist komfortabel als eigener Explorer implementiert. Datenbasis für die Berechtigung ist ein erweiterter Map-Security. Die Rechteverwaltung setzt Administratorrechte voraus.

Große und komplexe Systeme können nicht jeweils von Grund auf neu erzeugt werden. Es ist möglich, die Präsentationsschicht als Gesamtsystem oder in Teilen zu ex- und importieren.

Design

Designänderungen können auf Mausklick aus jeder Sicht vorgenommen werden. Für List-Views können Autoformat-Vorlagen verwendet werden, wie sie aus Excel® bekannt sind. Komplexere Formulare werden mit dem Sybase InfoMaker bearbeitet. Das System wird vollständig in der jeweiligen relationalen Datenbank gespeichert. Es ist daher möglich, Wartungsarbeiten, Änderungen und Ergänzungen vorzunehmen, ohne das Setups oder Updates durchgeführt werden müssen. Für Formate und Überschriften verwenden wir ein zentrales Repository (PowerBuilder. Einmal gestaltete Überschriften und Felder werden im Zuge der Neugestaltung einer Sicht automatisch angewandt (z.B. Feldbreite, Zahlenformat, Datumsformat, Feldhöhe, Feldbezeichnung usw.). Bei der Implementation neuer Funktionen unterstützt Sie das System bei der Fehlersuche und Performanceanalyse. Durch Zuschalten können die erzeugten SQL-Statements oder der SQL-Ausführungsplan (z.Zt. nur Oracle) ausgegeben werden. Auf dieser Grundlage lässt sich eine Optimierung der Views vornehmen oder es können Tuning-Maßnahmen für die Datenbank abgeleitet werden.

Der Aufbau und die Wartung eines Systems wird in einer komfortablen Xplorersicht vorgenommen und setzt Wissen und Know-how über das zugrundeliegende Datenmodell voraus. Typischerweise ist dies Aufgabe einer DV-Abteilung oder eines Anwenders mit gehobenen Systemkenntnissen.

Technologische Basis

Das System ist mit PowerBuilder Enterprise entwickelt und unterstützt alle gängigen Datenbanken. Als weiteres Framework benutzen wir die Klassenbibliothek MAP. Für Entwickler, die diese Klassenbibliothek einsetzen, unterstützen wir die Schnittstellen OpenBundle, NewBundle, M_MAP_MAIN.